3.) KMU-innovativ
Mit der Förderinitiative KMU-innovativ unterstützt das Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) Spitzenforschung im deutschen Mittelstand.
Es handelt sich hierbei um ein bis zum 31.12.20231 fortlaufendes Förderprogramm, bei dem Forschungsverbünde die Möglichkeit haben interessante Skizzen bei verschiedenen Förderschwerpunkten einzureichen.
Der Stichtag für eine Einreichung ist zwei Mal jährlich jeweils zum 15. April und 15. Oktober.
Förderart: Zuschüsse (zweistufiges Verfahren, Gliederung Projektskizze ist vorgegeben)
Förderzeitraum: 24 Monate
Link: KMU-innovativ - BMFTR
Folgende Technologiefelder sind dabei für den VDZ von Relevanz:
Förderinhalte:
- Kreislaufführung und Verlängerung der Nutzungsdauer von Produkten und Komponenten, ressourceneffizientes Produktdesign und innovative Recycling- und Verwertungsverfahren;
- integrale Bewirtschaftung des anthropogenen Lagers mit dem Ziel, aus langlebigen Gütern sowie Ablagerungen Sekundärrohstoffe zu gewinnen (Urban Mining);
- Steigerung der Ressourceneffizienz vor allem in rohstoffintensiven Verfahren (zum Beispiel Verarbeitung metallischer und mineralischer Rohstoffe, Herstellung chemischer Grundstoffe und Baustoffe);
- effiziente Bereitstellung und Nutzung kritischer Rohstoffe;
- Verbesserung der Rohstoffproduktivität durch Optimierung von Wertschöpfungsketten, Einsatz von digitalen Technologien und Entwicklung von Bewertungs- und Steuerungsinstrumenten.
Projektträger: Projektträger Jülich
Fördervolumen: max. 500.000 Euro, davon müssen mind. 50% den beteiligten KMU zugutekommen
Fördersatz VDZ: bis zu 100%
Förderinhalte:
- Technologien, Verfahren und Dienstleistungen zur Steigerung der Energieeffizienz,
- treibhausgasmindernde Technologien und Verfahren,
- klimarelevante Querschnittstechnologien,
- Dienstleistungen und Produkte zum Klimaschutz,
- Dienstleistungen und Produkte zur Anpassung an den Klimawandel,
- klimaschonende Dienstleistungen und Bewirtschaftungsverfahren für den ländlichen Raum
Projekte, die einen Beitrag zum Klimaschutzplan 2050 und zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel leisten, werden besonders begrüßt.
Projektträger: DLR
Fördervolumen: nicht explizit genannt, 50% der Fördersumme müssen den beteiligten KMU zugute kommen
Fördersatz VDZ: bis zu 100%
4.) 8. Energieforschungsprogramm
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat das 8. Energieforschungsprogramm veröffentlicht. Als Grundlage für die Forschungsförderung in diesem Bereich hat das Ministerium das Programm an konkreten und ambitionierten Zielen für die Energiewende ausgerichtet. Fünf Missionen weisen künftig den Weg für innovative Forschungsprojekte: Mission Energiesystem, Mission Wärmewende, Mission Stromwende, Mission Wasserstoff und Mission Transfer. Das Energieforschungsprogramm ist als lernendes Programm angelegt. Die Fördermaßnahmen und Programmziele werden kontinuierlich geprüft und an aktuelle Bedarfe angepasst.
Gefördert werden anwendungsnahe Forschungen (TRL 3-7) und Reallabore (TRL 7-9). Es sind sowohl Einzel- als auch Verbundvorhaben möglich.
In der Bekanntmachung sind für den VDZ vor allem die Themenfelder aus dem
- Kap. 2.3 „Energienutzung und Energieeffizienz“ (S. 10 ff.) sowie
- Kap. 2.5 „Übergreifende Aspekte der angewandten Energieforschung“ (S. 14 ff.) relevant.
Projektträger: Projektträger Jülich
Aktuelle Förderaufrufe und Förderformate: Förderangebote - energieforschung.de
5.) Mat2Twin
Das vorliegende Förderprogramm des BMFTR „Materialinnovationen für die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft (Mat2Twin)“ zielt auf die Entwicklung resilienter und kreislauffähiger Wertschöpfungsnetzwerke für innovative Werkstoffe und Materialien ab.
Nachfolgend finden Sie Hinweise zu Fördermöglichkeiten im Rahmen aktueller Bekanntmachungen:
Förderbekanntmachungen | werkstofftechnologien.de
- AKTUELL: Experiment!Material (Start: 22.08.2025; Offen bis: 01.06.2029)
6.) Forschung für nachhaltige Entwicklung (FONA)
Mit der Ende 2020 veröffentlichten FONA-Strategie hat das BMBF seine Forschungsförderung zum Schutz des Klimas und für mehr Nachhaltigkeit an der Agenda 2030 der Vereinten Nationen ausgerichtet. Die FONA-Strategie stellt die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) in den Mittelpunkt und formuliert drei strategische Ziele, zu denen Forschung einen entscheidenden Beitrag leisten kann. Die Ziele werden in acht prioritären Handlungsfeldern konkretisiert. Für jedes Handlungsfeld wird hier aufgezeigt, wie dieses durch konkrete Aktionen (insgesamt 25) untersetzt ist, um die strategischen Ziele zu erreichen.
FONA-Strategie Übersicht – FONA
Bekanntmachungen – FONA
7.) Entwicklung digitaler Technologien
Der Aufgabenbereich „Entwicklung digitaler Technologien“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie umfasst die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im vorwettbewerblichen Bereich. Ziel ist es, Zukunftsthemen der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) frühzeitig aufzugreifen und den Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen hin zu marktorientierten Spitzentechnologien mit hohem Anwendungspotenzial zu beschleunigen.
Auf Grundlage des Förderprogramms „Entwicklung digitaler Technologien“ greift das BMWE in jeweiligen Förderaufrufen – auch als Technologieprogramme bezeichnet – Schwerpunktthemen auf, die sich an aktuellen technologischen Entwicklungen und Markterfordernissen orientieren.
Weiterführende Links:
Digitale Technologien - Förderprogramm (Bekanntmachung)
Digitale Technologien - Förderaufrufe
Digitale Technologien - GreenTech Innovationswettbewerb – Digitale Technologien als Hebel für die Kreislaufwirtschaft
Digitale Technologien - Innovationskonzepte